Normen

Einstufung von Handschuhen
Um den Anforderungen im gewerblichen Bereich gerecht zu werden, sind Handschuhe in 3 Kategorien eingeteilt:
Kategorie I - minimale Risiken, geringe Schutzanforderung
Kategorie II - mittlere Risiken, Schutz gegen z. B. mechanische Gefährdung
Kategorie III - hohe Risiken, Schutz gegen irreversible Schäden und tödliche Gefahren, z. B. Schädigungen durch Chemikalien

Kennzeichnung
Auf den Handschuhen ist mindestens das CE-Zeichen anzubringen. In der Regel werden Handschuhe in Kategorie II und III eingestuft.
Handschuhe der Kategorie I sind Handschuhe ohne besondere Schutzfunktion und schützen lediglich vor Schmutz oder dienen dem Produktschutz.

EN 420 - Allgemeine Anforderungen an Schutzhandschuhe

Diese Norm legt die für alle Schutzhandschuhe anzuwendenden relevanten Prüfverfahren und die allgemeinen Anforderungen zu Gestaltungsgrundsätzen, Handschuhkonfektionierungen, Widerstand des Handschuhmateriales gegen Wasserdurchdringung, Unschädlichkeit, Komfort und Leistungsvermögen, sowie die vom Hersteller vorzunehmende Kennzeichnung und vom Hersteller zu liefernden Informationen fest.

EN 388 - Mechanische Risiken


Prüfung
1. Wert Abriebfestigkeit (Anzahl der Zyklen)
2. Wert Schnittfestigkeit (Faktor)
3. Wert Weiterreißfestigkeit (in N)
4. Wert Durchstichfestigkeit (in N)

EN 374 - Schutzhandschuhe gegen Chemikalien und Mikroorganismen

Die EN 374 besteht aus drei Teilen:
EN 374-1: Terminologie und Leistungsforderung
EN 374-2: Bestimmung des Widerstandes gegen Penetration
EN 374-3: Bestimmung des Widerstandes gegen Permeation von Chemikalien

 

Durchbruchzeit in min.     Schutzindex
> 10                                      Klasse 1
> 30                                      Klasse 2
> 60                                      Klasse 3
> 120                                    Klasse 4
> 240                                    Klasse 5
> 480                                    Klasse 6

EN 511 - Schutzhandschuhe gegen Kälte

Prüfung

1. Wert Konvektive Kälte
2. Wert Kontaktkälte
3. Wert Wasserdichtigkeit 

EN 407/12477 - Schutzhandschuhe gegen thermische Risiken

Prüfung

1. Wert Brennverhalten
2. Wert Kontaktwärme
3. Wert Konvektive Hitze
4. Wert Strahlungswärme
5. Wert Belastung durch kleine Spritzer geschmolzenen Metalles
6. Wert Belastung durch große Mengen flüssigen Metalles

Euronorm EN ISO 20345:2011
Sicherheitsschuhe in den Ausführungen S1 / S2 oder S3 / S1P schützen ziemlich umfassend vor Stoß-, Schnittverletzungen und sonstigen Gefahren. Sie besitzen eine Stahl- oder Kunststoffkappe, die einer Stoßkraft von mindestens 200 Joule widerstehen. Die Sohlen müssen öl, benzin- und säurefest sein.

S1
Der Schuh hat Stahl-, oder Kunststoffkappe. Das Leder kann frei wählbar sein. Spalt -, Velours -, alle Kernlederarten und alle Klimalochungen sind zugelassen. Geschlossener Fersenbereich und Antistatik werden als Zusatzanforderungen erfüllt.

S1P
Anforderungen wie S1, jedoch mit Stahl-, oder metallfreier Flexsohle zur Durchtrittsicherheit

S2
Anforderungen wie S1, jedoch zusätzlich eine gewisse wasserdurchtritthemmende Wirkung und Wasserdampfaufnahmefähigkeit im Inneren (mindestens 60 Minuten sind vorgeschrieben).

S3
Anforderungen wie S2, jedoch zusätzlich zur Durchtrittsicherheit ist eine Stahl-, oder metallfreier Flexsohle zwischen Lauf- und Brandsohle montiert. Das Leder muss bei Nässe eine gewisse Zeit unempfindlich bleiben (mindestens 60 Minuten sind vorgeschrieben).

Euronorm EN ISO 20471:2013

EN ISO 20471:2013 ist die Europäische Norm für sichtbare Warnkleidung für den professionellen Gebrauch. Alle unsere Produkte sind nach EN 471 zertifiziert. Die fluoreszierende Warnkleidung wird in drei verschiedene Bekleidungsklassen unterteilt, je nach Effektivität des Schutzes die die jeweilige Kleidung ihren Trägern bietet. Das fluoreszierende Material schützt am Tage und in der Dämmerung, während die Relfexe bei Dunkelheit schützen.